Frauchen und Herrchen

Gemütlich trete ich einen morgendlichen Spaziergang zu meiner neuen Wohnung an. Doch nach wenigen Metern werde ich von einem bellenden Hund irritiert, welche seinen Halter quer über die Straße zu mir rüber zerrt. Klasse, denke ich.
Im selben Moment ist mir klar warum da rumgebellt wird. Direkt von vorn kommt mal was Schwarzgepunktetes mit einem Affenzahn auf mich zu.

Exkurs: Affenzahn? Ich überleg grad ob jemand mal irgendwann mit einem Affenzahn in der Hand sich schnell von A nach B bewegt hat und das sich irgendwie zu einer Redensart entwickelt hat.

Der Hund von rechts ist zumindest an einer Leine, was man von Dalmatinchen nicht behaupt kann. Jetzt trollen sich die beiden mit fletschenden Hundezähnchen. Leider gefällt, das dem Herrchen gar nicht gut und er blökt mir beim vorbeigehen ins Trommelfell: „IHR SCHEISSKÖTER!“. Häh alles klar? Jetzt taucht auch endlich Dalmatinerfrauchen auf und zeigt sich gar nicht begeistert vom neuen Spitznamen ihres Hundes. Jetzt legt er richtig los und schreit: „NEHMEN SIE IHREN SCHEISSKÖTER AN DIE LEINE, SIE…!“. Miss Dalmatiner fängt jetzt verdutzt in ihrem Fahrradkörbchen zu wühlen und fischt eine kleine Pfeife raus. Da pustet sie volles Rohr drauf, ich komm schon aus dem Grinsen nicht mehr raus, aber Dalmatinerine interessiert das mal einen feuchten Dreck. Herrchen von Hund von rechts haut jetzt noch so einiges raus und Dalmatinerfrauchen entschließt sich noch ein wenig zu pfeifen und sagt dann doch noch etwas Kleinlaut: „Ihr Scheissköter“.

Daraus kann man mal wieder lernen, wenn so ein Hund geil auf irgendwas ist dann kannst du Pfeifen wie du willst, da schalten die Hirnwindungen auf Durchzug, quasi wie beim Menschen.

Um mich vom Schock zu erholen, verbringe ich die Fahrzeit in der U-Bahn damit fremden Leuten tief in die Ohren zu schauen, da muss man aufpassen das mich nicht umkippt.

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