Gewerbeanmeldung, leichtgemacht!

Ich gehe auf gut Glück schön früh, vor der Arbeit also 8 Uhr zur IHK. Dort drin schlage ich mich durch eine aufgewühlte Menge Businessmenschen. Was bitte machen die da, um diese Uhrzeit? Nach zwei Mal Nachfragen bin ich endlich in der Abteilung für Normalsterbliche und unterhalte mich mit einer Frau am Tresen.

Man beachte es sonst niemand weiter da, im schönen großen Saal. Sie kann mir ein Gespräch vermitteln, aber sie kann es dem verantwortlichen Berater nicht selbst sagen. Sie sagt: „Das geht nur über die EDV.“ So ein Quatsch die sitzt doch da hinter der Glaswand, meine ich, da bekomme ich nur ein „Nein, so einfach geht das nicht!“ Na gut, hässliches Terminal angeschaltet und Eingaben gemacht. Haken „sofort“ gesetzt im Feld Terminwunsch. Jetzt darf ich mich setzen. Nach fünf Minuten rennt die Tresendame mit einem Ausdruck vom Terminal um die Ecke und gibt es der Frau hinter der Glaswand, das ja mal hochgradig verdächtig. Dann kommen sie beide vor sind am gestikulieren. Ich sitze 15m weit weg und höre mit: „Wer ist es denn?“ (Sitze immer noch alleine im Saal). Sie sagt „Der da drüben.“. Dann kommt sie zu mir und sagt: „Guten Morgen, Herr Markus, sie sind wohl Frühaufsteher?“. Da merk ich wieder, hat ja alles gut geklappt mit der EDV. Frühaufsteher aber? Ja da fällt es mir ein, sobald die Autobahn Sachsen-Anhalt quert, steht am Anfang auf einem Schild: „Willkommen im Land der Frühaufsteher“. Ich kann nicht glauben, dass diese Dame um diese Uhrzeit so schnell kombiniert hat?

Das war aber auch die einzige lustige Geschichte an der Sache. Danach begann der Zeit des Wartens und es lag daran, dass die Finanzämter im „Land der Frühaufsteher“ diesen Spruch wohl nicht ganz so ernst nehmen. Es dauerte drei Monate.

Falls das hier irgendein Finanzamt liest, dann nehmen wir das bitte auch nicht so ernst.

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