Mnuüllabuuur, Nälladur nu

Im Flanellbademantel lauschte ich den alltäglichen Streitigkeiten der morgendlichen ARD-Seifenopern, dazu las ich weitaus interessantere Blogeinträge.

Doch plötzlich wurde ich unterbrochen, es klingelt. Wie ich so was hasse. Nach einer Minute klingelte es wieder. Ich entschied den Türöffner zu betätigen und kurz durch das Geländer nach unten zu schielen. Scheiße die Müllabfuhr, irgendwo hatte ich doch letztens gelesen, dass man sobald man einmal öffnet in Zukunft immer angeklingelt wird. Ich ging schnell wieder rein. Keine drei Minuten später klingelte es erneut. Die Schweine haben sich wohl gemerkt, dass ich geöffnet hatte. Ich zog mir was an und ging vor die Tür und glotzte belämmert vom fünften Stock runter. Dann hörte ich folgende Laute: „Mnuüllabuuur, Nälladur nu“. Ich lasse es sickern. Dann noch mal lauter: „Mnuüllabuuur, Nälladur nu“. Okay. Beim dritten Mal begann ich meine logopädischen Kenntnisse rauszuwühlen. Müllabfuhr war einfach, da ich die Männer ja sehen konnte, aber der Rest? Dann wurde es mir klar, Mülleimer sind im Keller, der arme Kerl meint „Kellertür ist zu“. Ich sollte also runterkommen und aufschließen. Das war ja noch schlimmer als die Aussprache des Müllmannes. Nachdem ich mich die fünf Etagen hoch und runter gequält hatte bekam ich dafür nicht mal ein „Nandke“ dafür. Vielen Dank liebste Müllabfuhr.

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