Stadt mit Brücke und Oper

Nach jetzt einem guten halben Jahr, denkt man schon mal an daheim, auch wenn man noch fast 5 Tage hier ist. Doch will ich gern noch einen Kommentar abgeben.

Meine Augen sind geschlossen. Ich riche, nein ich fühle, nein ich höre zuerst einmal. Ich höre Vögel. Sie übertrumpfen locker die Vögel des Internation Airports. Ich habe das Gefühl sie sitzen direkt auf meinem Zelt. Ja da war das Problem das Zelt ist zu hellhörig. Aber auch nicht schlecht, vom anbrechenden Tag zum schreien begeisterte Vögel plärren mich wach. Ist sowieso zu warm unter der Treibhauskuppel. Reißen wir mal besser die Türen auf, schöner Tag draußen. Ich sehe Gras, grüne Bäume und die Possums wühlen im Müll. Na gut das mit dem Possums war gelogen, die wühlen da nur nachts, weil sie tagsüber aufgrund der Farbtemperatur von 12000 Kelvin nach einer Sekunde erblinden würden. Zeitsprung, ich sitze jetzt im Bus nach Chatswood. Ich sehe Haare vor mir, weil ich hinten im Bus sitze. In Chatswood werden Menschen in Züge gestopft. Nach 20 Minuten ist man in der Stadt, dann quellen die Menschen wieder raus und zur gleichen Zeit pfropfen sich Menschen rein. Tolle Sache, ist wie Schweine abfertigen. Manche Säue haben spitze Hufen an, die verhaken sie sich und stolpern, aber die Borsten sitzen. Schnell raus an die Oberfläche. Zuviel Licht, schnell in den Schatten der Wolkenkratzer. Endelmänner schreiten an mir vorbei, aber alle sind nett. Ich suche einen schattigen Platz und genieße das Treiben der Massen. Ich knipse vor mich hin, Oper knips, Circular Quay knips, Brücke aus Stahl mit Menschen oben drauf knips und ein sonnenverbrannter Nacken knips. Kaffee lecker. Burger lecker. Ich laufe in mein bevorzugtes Internet-Cafe. Es ist unter der Erde, weil genau eine Etage darüber ein Imbiss mit zwei „Golden Arches“ ist. Beides ist 24/7 geöffnet. Als ich das Cafe wieder verlasse ist es so hell draußen wie im Cafe drinnen. Nun ist ruhiger, dafür fast wärmer als am Tag. Nicht so betuchte Leute liegen eingeigelt mit alten Parkern in den Eingängen der größten Banken Australiens. Ich bin ein Tourist unter vielen und fühle mit ihnen den Puls der Stadt. Nach einem kurzem Smalltalk mit den Waldfreunden Possum und Co. liege ich wieder im Zelt mit tollen Erinnerungen auf der CompactFlash.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wenn ich einem Gespräch meines Mitbewohners folge, kann ich dazu nur sagen “ Wieder eine Erinnerung die wir abhacken um die Liste zu komplettieren die unser Leben vorgibt und welche wir abarbeiten um am Ende glücklich dazustehen, während wir vergeblich das passende Bild in unserem millionen umfassenden Archiv suchen.“
    Freu mich schon dir einen Stift reichen zu können mit dem du ein vorraussichtlich sehr großes Kreuz bei „Half a year Australia“ machen kannst. Bis dahin

  2. manchmal mach man keine häkchen, sondern einfach einen punkt – ein ende für einen neuen anfang …oder die fortsetzung .