Unerhört

Es ist Montag der 30. April 2007. Ich schlupfe noch schnell zur Einkaufsgenossenschaft deutscher Kolonialwarenhändler um mir eine Batterie Meersalz mit Jod und Fluorid zu ergattern. Erstmal der übliche Schrecken, auf den 30. April fällt der 01. Mai ein Feiertag, für alle die es nicht wissen und mir kam es so vor als ob es einige Leute erst gerade erfahren haben.

Ich schlängele mich also durch die Reihen bis vor mir eine Oma erzürnt brüllt: „Wo ist hier NUGAT? Meine Nichte ist in AMERIKA und möchte NUGAT!“. Ich sag nichts. Haben die in Amerika nicht genug Nugat, wieso muss Oma mich deswegen anspucken. Zu meinem Glück stelle ich fest sie spricht mit den netten Fachverkäufer in meinem toten Winkel.
Ich greife noch eine Honigmelone und klinke mich ein an Kasse drei. Zu meinem Glück prescht Nugat-Oma hinter mich und hält mich mit ihrem Gebrabbel bei Laune. Ich sehe auch ein Ritter-Sport Nugat aus ihren Wägelchen blitzen, da hat sie also geschafft. Doch dann kommt die fatale Wende meines unterhaltsamen Einkaufsbummels. Omi kämpft sich an mir vorbei zum Schokoregal an der Kasse. Sie fuchtelt unkontrolliert und argumentiert. Bückt sich runter findet ihre Mon Chéri und FURZT mir dabei vorn Bug! Ich kann es nicht glauben, ich sehe mich um, irgendwer muss das doch auch gehört haben. Nichts alle schauen so als ob nichts passiert wäre, das Lob ich mir, ich bin ja schließlich der, der die Scheiße ausbadet. Da denk ich nur unerhört. Aber als sie nach mir zahlt gibt sie dem Kassierer ordentlich Pfeffer, weil die kleinen Plastiktüten nicht mehr offen ausliegen, recht hat sie, unerhört.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. mal wieder herzhaft den bauch gehalten. paules observationen der salzigen luft 🙂 schön!! weiter so. BOING!